Die Lädine

Seit 2003 befährt die „Santa Maria Loreto“ den Großen Alpsee bei Immenstadt im Allgäu.

Die „Santa Maria Loreto“ ist ein Personenfahrgastschiff unter Segeln, das nach dem Vorbild eines mittelalterlichen Lastenseglers gebaut wurde. Sie ist 12 Meter lang, 3,20 Meter breit und fasst neben zwei Mann Besatzung maximal 25 Passagiere. In der Sommersaison (15. Mai bis 15. Oktober) startet das Schiff zwei- bis dreimal täglich zu einer gut einstündigen Rundfahrt über den Großen Alpsee bei Immenstadt/Allgäu. Das Schiff kann daneben für Familienfeiern, Betriebs- oder Vereinsausflüge oder sogar für Trauungen gebucht werden.

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Historische Wurzeln

Der Schiffstyp, Lädine oder Segner genannt, weist eindeutig Merkmale mediterraner Schiffsbaukunst auf. Tatsächlich haben Archäologen überall dort, wo die Römer waren, Überreste solcher Schiffe gefunden. Die Bezeichnung "Lädine" ist alemannischen Ursprungs von "Lädi" = Last.

Seit dem 15. Jahrhundert befuhren die Lastsegelschiffe unterschiedlichster Größen den Bodensee in großer Zahl und transportierten Waren und Salz von Ost nach West, Bausteine aus dem südlichen Rorschach nach den nördlichen Uferorten und landwirtschaftliche Produkte zu den Märkten der Städte und zu den Lagerhäusern von Handelsherren und Klöstern.

Vor allem die Tatsache des Salztransportes schafft die Verknüpfung vom Ursprungsort der Lädinen am Bodensee zu uns am Alpsee: Die Salzstraße, die schon damals die kleinen Kulturen im Voralpenland verband, führte am Alpsee entlang durch das Konstanzer Tal in Richtung Bodensee.

Technisches

Die „Santa Maria Loreto“ ist ein verkleinerter und für die Beförderung von Passagieren eingerichteter Nachbau der historischen Lädinen. Sie ist 12 Meter lang und 3,20 Meter breit. Das mit zwei Masten (9,40 m und 8,20 m) und einer Gaffel-Takelage ausgestattete Schiff wurde ganz aus Douglasie (auch als "origin pine" bekannt) gebaut. Die Segelfläche beträgt 44 Quadratmeter, das segelfertige Gewicht mit "Ladung" 9,2 Tonnen (davon 2 Tonnen für den Hubkiel und 1,5 Tonnen für die Batterien). Ein Elektromotor (12 kW) sorgt dafür, dass der Segler auch bei Windstille sicher in den Bühler Hafen zurückkehren kann. Ein Bugstrahlruder hilft beim Manövrieren. Für ganz dringende Bedürfnisse auf dem See besitzt die „Santa Maria Loreto“ eine Bordtoilette.

Die Santa Maria Loreto wurde 2003 auf den Bootswerften Michelsen in Friedrichshafen (Holzbau) und Hartmann in Hard am Bodensee (technische Ausrüstung) gebaut.

Der Betrieb des Schiffes

Das Schiff wurde aus Mitteln zu Teilen von der Europäische Union, des Freistaat Bayern und der Stadt Immenstadt finanziert. Der eigens gegründete gemeinnützige Verein "Historischer Segler Alpsee-Immenstadt e. V." stellt die ehrenamtlich tätigen Schiffsführer, übernimmt den Betrieb am See und ist für die Wartung des Schiffes, weitgehend durch Eigenleistungen der Mitglieder, verantwortlich.

Ideengeber und unermüdlicher Initiator des Projekts war der Architekt Hermann Seltmann (✝2013).

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10 Jahre SML Wachsamer Oberpirat Auch auf facebook Übung für den Ernstfall Danke für ein tolles, erfolgreiches Piratenfest! Der Verein unterwegs auf fremden Gewässern und fremden Schiffen! Endlich wieder da! Und so macht das Segeln wieder richtig Spaß! Hoi, Piraten! Früh übt sich ... Danke an die fleißigen Helfer! Am 15. Mai geht die Saison los! Bei gutem Wetter... Hurra! Unser Stand ... Durch die Kristallkugel... Wer solche Freunde hat... Wenn der Motor ausfällt...